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    OBS OnlineBuchungService verzeichnet 2022 deutlich höhere Buchungszahlen als im Januar 2020

     

    2. Februar 2022

    Analyse der Buchungsdaten zeigt: Aktuelle Corona Welle schreckt nicht vor Urlaubsbuchungen in Deutschland ab.

     

    Die OnlineBuchungService GmbH (OBS), Dienstleister im Bereich Onlinebuchung für DMOs und deren Unterkunftsbetriebe, ist aufgrund der hohen Nachfrage zum Jahresstart sehr optimistisch. Während sich die Bundesbürger mit ihren Urlaubsbuchungen und Auslandsreisen insgesamt noch zurückhalten, erhalten die onlinebuchbaren Betriebe bereits viele Buchungen. Die von der OBS vermittelten Buchungen im Januar 2022 überschreiten mit einem gebuchten Umsatz von 5 Millionen Euro um 40 Prozent das Vor-Krisen-Niveau im Januar 2020.

    „Die Dynamik der Buchungsentwicklung war im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Welle nicht zu erwarten“, sagt Magdalena Lexa, Geschäftsführerin der OBS, „die Gäste buchen sehr kurzfristig aber auch bereits für die Sommermonate.“

    4.500 Unterkunftsbetriebe werden mit Hilfe der OBS auf den professionellen Plattformen wie z.B. booking.com, airbnb und Expedia online buchbar gemacht. „Die online-buchbaren Betriebe sind es, die nun auch von der Menge an eingehenden Buchungen profitieren, da diese die kurzfristigen Anfragen bedienen können. Durch Corona ist die Nachfrage noch digitaler geworden. Der Gast entscheidet kurzfristig und will wissen, ob das Objekt auch zu seinem Wunschzeitraum verfügbar ist und will eben auch sofort buchen“, erklärt Lexa.

     

    Interessant für sie sei vor allem, dass auch der Warenkorbwert um ein Drittel gestiegen ist. Das zeigt, dass sowohl längere Reisen gebucht werden und dabei hochwertige Objekte im Vordergrund stehen.

     

    Über die OBS OnlineBuchungService GmbH

    Die OBS OnlineBuchungService GmbH betreut als Dienstleister von Tourismusorganisationen in Deutschland und Österreich DMOs beim Onlinevertrieb ihrer Unterkünfte.

    Ziel ist es, die Gastgeber zeitgemäß zu vermarkten und touristische Regionen als moderne, zukunftsorientierte Destinationen im Bereich der Digitalisierung voranzubringen. Die Zusammenarbeit schafft für Vermieter ein Angebot den Onlinereisemarkt einfach, gewinnbringend und professionell für sich zu nutzen. Dabei werden die Gastgeber sowohl über ein regionales Onlinevertriebsnetzwerk vermarktet als auch über die marktführenden Buchungsportale des weltweiten Onlinereisemarktes. Seit 2021 bietet der OBS seine Dienstleistungen nicht nur für den Vertrieb von Unterkunftsbetrieben, sondern auch für Erlebnisanbieter an.

    Der OBS betreut aktuell über 4500 buchbare Vermieter und vermittelt jährlich ca. 135.000 Buchungen mit einem Buchungsumsatz von 50 Mio. Euro.

    Ein Artikel über die OBS als Dienstleister für die digitale Vermarktung kleiner und mittlerer Betriebe in ländlichen Tourismusregionen. In der Publikation wird das Angebot an der neuen Partnerdestination Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH veranschaulicht. Veröffentlicht in der fvw 16/2019 (Quelle:fvw)

    Ein Gespräch mit Dr. Michael Braun, Geschäftsführer OBS OnlineBuchungService GmbH, über die Wichtigkeit der DMOs im Online-Vertrieb und wie die OBS hier unterstützen kann. Geführt von TN-Deutschland TourismusNewsletterDeutschland und veröffentlicht am 21.11.2018.

     

     

    Herr Dr. Braun, Sie rollen mit der OBS gerade ein bundesweites Full-Service betreutes Buchungssystem aus. Was unterscheidet Ihr Angebot von anderen?

    Wahrscheinlich zuallererst die Tatsache, dass wir das Konzept zum erfolgreichen Betrieb eines Buchungssystems für unsere Destinationen in Ostbayern selbst entwickelt haben und daher die spezifischen Anforderungen und Mechanismen aus dem Innenleben und Alltag einer DMO heraus kennen. Erst in einem weiteren Schritt haben wir dann immer mehr Anfragen von anderen Destinationen bekommen, ob wir sie nicht unterstützen könnten. Besonderes Know-how haben wir daher sicherlich im ländlichen Raum, wo es bundesweit viele Destinationen mit vergleichbaren Strukturen gibt – und wo Stand heute noch deutlich weniger als 30 Prozent der Gastgeber online buchbar sind. Wobei wir auch Städte betreuen.

     

    Was heißt genau betreuen?

    Wir haben bei uns in Ostbayern gelernt, dass Gastgeber und kleinere DMOs allein oft nicht den Weg ins Netz finden, Berührungsängste haben und sich die Umsetzung selbst nicht zutrauen. Wir haben die OBS deshalb als Full-Service-Agentur konzipiert. Heißt: Wir liefern nicht nur die Technik, sondern unterstützen auch DMOs die bereits ein Buchungssystem in Betrieb haben in allen Bereichen, in welchen diese aufgrund Ressourcenmangels Unterstützung benötigen. Wir beraten beim Content, den es braucht, schreiben Texte, wenn gewünscht, beraten bei der Preisfindung und helfen aktiv dabei, die Gastgeber in den Regionen erst einmal richtig abzuholen. Und ganz wichtig: Wir branden alles auf die DMO! Jede Buchungsbestätigung zum Gastgeber trägt das DMO-Label. Die DMO wird also sichtbar als derjenige, der das alles möglich macht, selbst wenn die Buchung über Booking.com kommt. Der Imagegewinn für die Tourismusorganisationen ist in den von uns betreuten Regionen deutlich spürbar.

     

    Und was genau heißt das, eine DMO richtig abzuholen?

    Zunächst schauen wir uns gemeinsam mit der DMO den IST-Stand an. Dann analysieren wir das und entwickeln darauf eine Akquise-Kampagne. Dazu gehören Vermieter-Versammlungen, individuelle Termine mit den Gastgebern in den Tourist-Informationen oder Individualberatungen in den Betrieben, um Schwellenängste abzubauen. Dafür haben wir ein eigenes Akquise-Team, das die richtigen Argumente auf die wichtigen Fragen weiß. Aber wir machen auch Newsletter-Kampagnen oder postalischen Informationsversand. In dieser entscheidenden Phase sind wir an der Seite der DMOs. Und dass es funktioniert, zeigt die Tatsache, dass wir inzwischen 2400 Bertriebe betreuen und jeden Monat rund 60 Betriebe neu dazubekommen. Mittlerweile vermittelt die OBS monatlich zwei Millionen Euro Umsatz. Das entspricht rund 9000 Buchungen.

     

    Eine Stärke des OBS-Systems ist auch das Channel-Management, was können Sie dazu sagen?

    Alle verfügbaren Kontingente werden auf allen Kanälen nach dem First-Come-Prinzip ausspielt. Die Palette reicht von Booking.com über Airbnb bis zu Spezialkanälen, die zum Beispiel nur Ferienwohnungen anbieten. Wir greifen nicht steuernd ein. Alle Portale haben Zugriff. Unser Ziel ist ja, das Buchungsvolumen zu erhöhen. Woher die Buchung am Ende kommt ist erstmal zweitrangig. Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit dem System TOMAS der my.IRS. Wichtig ist, dass das System funktionierende Schnittstellen zu sehr vielen Buchungsplattformen bereitstellt. Gerade starten wir mit dem System deskline von feratel ein Pilotprojekt und können damit unsere Dienstleistung über ein weiteres System anbieten. Gerade das Channelmanagement stellt die Destinationen, die bereits eine Buchungsystemlösung haben vor die größte Herausforderung. Da sind wir als Experten gefragter Partner.

     

    Was für Erfahrungen konnten Sie mit Destinationen bereits sammeln?

    In Bayern arbeiten wir aktuell für 30 Destinationen, also in etwa für die Hälfte der bayerischen Tourismusregionen. Dabei haben wir sowohl bestehende, nicht funktionierende Buchungssysteme abgelöst, als auch unsere Lösung neu ausgerollt. Die wichtigste Erfahrung für uns ist, dass es nur dann Sinn macht, das Thema Onlinevertrieb und Betrieb eines regionales Buchungssystems anzugehen, wenn das Produkt für den Gastgeber stimmt. Damit meine ich, dass das System für den Gastgeber einerseits buchungsstark, andererseits leicht zugänglich, verständlich und bedienbar sein muss. Dies kann nur durch ein ausgereiftes Channelmanagement mit einer Vielzahl an angeschlossenen starken Vertriebsplattformen erfolgen.

     

    Online-Vertrieb ja oder nein – für viele DMOs ist das eine Grundsatzfrage. Gerade im ländlichen Raum. Warum sollte man es also machen?

    Der Tourismus im ländlichen Raum ist geprägt von Vermieterstrukturen im kleinteiligen Segment und gerade hier haben wir, was das Thema Onlinevertrieb angeht, noch große Defizite. Umso mehr die Nachfrage auf dem Onlinereisemärkten nach diesen Produkten steigt, desto mehr muss ich mir als Destinationsmanager die Frage stellen, ob ich meinen Vermietern Unterstützung anbiete – oder den Markt sich selbst regulieren lasse. Entscheidet man sich für letzteres, so birgt das aber das Risiko, dass ich mit der Präsenz meines Destinationsangebots im Netz zukünftig nicht mehr wettbewerbsfähig bin und mein Onlinemarketing mangels zu wenig buchbarer Produkte im Internet ins Leere läuft. Sich der Problematik annehmen, bedeutet dagegen eine entstehende positive, enge Bindung zu den Leistungsträgern. Gleichzeitig rate ich aber jeder DMO davon ab, das Thema halbherzig anzugehen. Sind die nötigen Personal-, Knowhow- oder Finanzressourcen nicht aufzubringen, sollte man sich besser auf eine Kooperation mit einem Dienstleiter wie wir es sind konzentrieren.

     

    Wohin entwickelt sich der Markt? Und was für Trends lassen sich vielleicht beim Buchungsverhalten der Gäste ablesen?

    Die Nachfrage nach online buchbaren Ferienhäusern und -wohnungen steigt stetig, aber auch gerade die authentischen, inhabergeführten Unterkünfte wie Gasthöfe, Pensionen und Hotels mit persönlicher Note werden nachgefragt. Portale wie Airbnb boomen, weil unsere Gäste den Bezug und den persönlichen Kontakt zu den Menschen hinter den Objekten kennenlernen wollen. Genau hier können wir punkten und sehen ein großes Potential in unseren Vermieterstrukturen, die auch das Herz und den Charm des ländlichen Tourismus ausmachen.